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Klarinette
DIE KLARINETTE

Blasinstrument

 

Die Klarinette ist ein Blasinstrument der Familie der Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt. Das Blatt aus Schilfrohr wird unten gegen das Mundstück gebunden oder geschraubt. Beim Spielen wird das Mundstück in den Mund genommen und gegen die oberen Schneidezähne gelegt. Das Blatt wird von der Unterlippe umspannt. Auf die Zähne kommt es also besonders an. Daher liegt das empfohlene Anfangsalter, sofern die Hände groß genug sind, bei mindestens neun Jahren.


 

Die Klarinette besitzt 24 Tonlöcher und 17 Klappen (französische Version). Sie ist aber – je nach Bauart – nur 58 bis 70 cm lang und hat einen geraden Schallbecher. Ihr Korpus wird heutzutage – wie bei Oboe und Fagott – zumeist aus edlen exotischen Hölzern (z. B. Grenadill) hergestellt.

 

Um 1730 entwickelte der Instrumentenbauer Joachim Denner die Klarinette aus dem „Chalumeau“. Gut zwanzig Jahre später – zu Beginn der Wiener Klassik – trat sie das erste Mal im Orchester auf. Heute ist die Klarinette ein Instrument, dem an Farbigkeit wie Beweglichkeit kaum Grenzen gesetzt sind. Gerade wegen dieser Farbigkeit setzen die Komponisten die Klarinette in Momenten ein, wo sie besonders charakterisieren wollen.